Montag, 10. September 2012

Ein stinknormales Wochenende ...


Ein später Freitagnachmittag in diesem Sommer. Das Wochenende steht vor der Tür. Ein besonders schönes Wochenende, denn mein Lebensgefährte, nennen wir ihn hier mal Sven, und ich erwarten Besuch vom Niederrhein, meiner alten Heimat.

Meine beste Freundin, nennen wir sie mal Petra, und ihr Freund, als Thomas bekannt, haben ihr Kommen angekündigt. Ich kenne Petra schon seit mindestens 25 Jahren, aber leider haben wir uns in den letzten Jahren durch meinen Umzug nach Norddeutschland immer seltener regelmäßig von Angesicht zu Angesicht getroffen, was echt traurig ist.

Aber jetzt, genau heute, an diesem lang erwarteten und herbei gesehnten Freitagnachmittag wollen Petra und Thomas live und in Farbe bei uns die Bude unsicher machen! Das heißt, das Haus ist geputzt, die Betten im Gästezimmer sind hergerichtet, der Kühlschrank ist rappelvoll mit allerhand Köstlichkeiten samt Prosecco gefüllt und das Weinregal ebenfalls. Oh, das wird lustig! Oh, ich freu’ mich!! Bin schon ganz aufgeregt!

Hoffentlich sind die gut durchgekommen und es gab keinen Stau, das Auto hat nicht gestreikt, und hoffentlich klingelt es jetzt bald an der Haustür, damit ich die erste Prosecco-Flasche öffnen und anstoßen kann! Ja, und da klingelt es auch schon! Freude, Freude!

Ich rase zur Haustür, Petra sortiert sich gerade aus dem Wagen und räkelt ihre verspannten Knochen nach fast vier Stunden Autofahrt. Oh, wir haben uns aber zur Feier des Tages aufgebrezelt heute, denke ich, als ich ihr Outfit sehe! Sehr schön, ein sommerliches Ensemble mit weißer Leinenhose, weißem Top und einer Blusentunika in weiß mit großem Blumendruck. Wirklich große Blumen, ziemlich viele und große Blumen, in pink mit gelb und grün, keine einheimischen Rosen, Tulpen, Nelken, nein, eher Blumen, die hier nicht so wachsen, mehr so exotische Blumen, hawaiianische Blumen ...! Eine leise, aber sehr energische Stimme in meinem Kopf fordert mich auf, diesen Unfug unbedingt und sofort zu unterbinden: Arni, lass’ es ....!

*Ihr merkt, es geht schon wieder los! Ich möchte das nicht, aber ...!*

Die Begrüßung ist extrem herzlich. Man kennt sich, man liebt sich! Thomas trabst Petra hinterher, er hat noch seine Banker-Kluft an, da die beiden direkt nach Schalterschluss los gedüst sind. Das heißt, weißes Hemd, dunkelgraue Anzughose. Ich bin fast ein wenig enttäuscht! Das hätte so schön gepasst, wenn er jetzt Cargo Pants zu Petras Hawaii-Outfit getragen hätte! Arni, lass’ es ...!

Innerlich schlage ich mir mit der flachen Hand gegen meine Stirn und ermahne mich, meine alexifizierten Sinne wenigstens bis Sonntagnachmittag im Zaum zu halten. Kann doch eigentlich nicht so schwierig sein. Eigentlich nicht ... aber dann geschehen im Laufe der kommenden Stunden Dinge, die ich in keinster Weise beeinflussen kann, und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf!

Glücklicher Weise bekommt keiner der Anwesenden mit, was sich in meinem kranken Hirn in Sekundenschnelle bei der Begrüßungszeremonie an der Haustür alles abgespielt hat.

Wir begeben uns gesammelt auf die Terrasse, quatschen, lachen, trinken, alles durcheinander und ununterbrochen. Prosecco raus, hau’ wech die Pfütze! Die Stimmung steigt, das Leben ist schön! Herz, was willst Du mehr? *Psssst! Ich wüsste da was wen ...!!* Arni, lass’ es ...!

Sven, mein persönlicher Haus- und Hofkoch, denn ich esse lieber als zu kochen, hat schon nachmittags diverse spanische Tapas-Variationen vorbereitet, die jetzt mit nur wenigen Handgriffen zu unserer aller Freude zum Verzehr bereit stehen und serviert werden.

In einem kleinen Moment der gefräßigen Stille hinein fragt Petra ganz unverfänglich: „Und? Was gibt es sonst noch so Neues?“ Während ich noch gerade damit beschäftig bin, eine widerspenstige Krabbe aus dem Knoblauchöl vor mir zu fischen, antwortet Sven unerwartet und überraschend schnell: „Arni hat ein neues Hobby!“

Die gerade aus dem Knoblauchöl gefischte Krabbe, die sich soeben öltriefend auf meiner Gabel befindlich Richtung Mund hin bewegt, verliert aufgrund dieser Antwort ihre Balance und platscht zurück in die kleine Öllache auf meinem Teller. Thomas schaut mich fragend an, Petra schaut mich fragend an, ich starre Sven fragend an, Sven grinst und blinzelt mir zu. Die Verwirrung ist perfekt.

Ich ziehe die Augenbraue hoch (also nicht mal ansatzweise so, wie ein Augenbrauer-Hochzieher in Perfektion eigentlich auszusehen hat ... Arni, lass’ es ...!) und durchforste im Eiltempo meine Hirnzellen nach einer möglichen Erklärung, die mir aber nicht einfallen will. Ich habe keine Ahnung, wovon wir hier sprechen?!

Petra grinst Sven an: „Und das wäre?“ Svens Antwort führt dazu, dass mir die Krabbe zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit wieder von der Gabel rutscht: „SUPER-Steve!“

Während ich äußerlich bemüht bin, einen entspannten Eindruck zu vermitteln, was nicht so einfach ist, wenn man weiß, dass drei Augenpaare fragend bzw. amüsiert auf einen gerichtet sind, steigt mein Blutdruck im Bruchteil einer Sekunde in ungeahnte Höhen und mir wird schlagartig klar, warum es Menschen gibt, die aus Überzeugung Single sind! Arni, lass’ es ....!

Ich tue teilnahmslos, als wäre das Thema „SUPER-Steve“ eines der uninteressantesten auf Gottes weiter Welt, und inspiziere mit Hingabe eine knusprig im Speckmantel gebratene Dattel auf meinem Teller. „Wer oder was ist SUPER-Steve?“ Man gebe Petra ein Stichwort, und sie beißt sich daran fest wie ein kleiner Terrier. Ich wusste es, ich hab’ es geahnt, ich kenne Petra, so einfach ist das Thema jetzt nicht vom Tisch! Ich piekse die Dattel mit schwungvollem Gabelstich auf, während ich mir vorstelle, dies wäre keine Dattel, sondern ein Körperteil von Sven (... Aaaarniii, lass’ es...!), werfe ihm dabei einen kleinen, aber gemeinen Seitenblick zu, während ich Petra in neutralem Tonlaut antworte. „Kennst Du Hawaii 5-O?“ „Nöö, was ist denn das?“ „Eine amerikanische Krimiserie,
die zur Zeit im Fernsehen läuft! Da spielt SUPER-Steve mit, aber wenn Du die nicht guckst, kennst Du natürlich auch SUPER-Steve nicht..“

„Arni hat sich vor zwei Tagen sogar die passende DVD dazu gekauft!“ Mein lieber Sven, Du kleine miese Ratte!! gibt meine innere Stimme von sich. „Keine DVD“, antworte ich, „ sondern eine Bluray!“ ... Damit SUPER-Steve noch schärfer rüber kommt, ergänzt meine innere Stimme! Arni, lass’ es....!

Petra scheint kurzfristig zufrieden gestellt und widmet sich wieder ihrem Abendessen, während ich tief durchatme und dringend einen Schluck Alkohol benötige. Und schon tönt Svens amüsierte Stimme von rechts außen wieder an mein Ohr: „Aber der spielt doch auch noch in dieser anderen komischen Lieblingsserie von Dir mit! Wie heißt die denn noch mal? Wo er den untoten Geist spielt ...??!!“

MAN REICHE MIR EIN MESSER!!!!!!!!!!!!! Aaarnii, lass’ es ...!

„Du meinst Moonlight, mein SCHATZ!“ antworte ich mit gefletschten Zähnen, „und er spielt darin keinen untoten Geist, sondern einen Vampir!“ Und meine innere Stimme, die langsam, aber sicher immer unruhiger wird, fügt noch hinzu: Und noch so eine unqualifizierte Äußerung zu meinem Mick St. John und ich kann für nichts garantieren, mein Lieber! Aaaarnii, lass’ es ....!

Nun, Petra kennt weder Hawaii 5-0, noch Moonlight, noch SUPER-Steve, also bitte, damit sollte das für sie uninteressante Thema doch eigentlich endgültig vom Tisch sein. Aber Petra kennt mich schon zu lange und zu gut, um nicht bemerkt zu haben, dass ich dieses Thema offensichtlich schnellstens beenden möchte. „Und dieser SUPER-Steve ist also neeeeeheeet??!“ fragt sie mit treuherzigem Augenaufschlag und erwartungsvollem Grinsen.

Ich werfe ihr einen kurzen, aber bedeutungsvollen Blick zu und antworte nur mit einem knappen: „Jepp!“, während ich gleichzeitig darum bete und alle guten Geister anrufe, dass es jetzt, genau in diesem Augenblick an der Haustür klingelt und Lt. Commander Steven J. McGarrett davor steht. In voller Navy-Uniformausstattung, behängt mit mindestens 87 seiner dekorativen Ordensschmückungen an der stattlichen Brust, mit diesem strahlenden Zahnpasta-Lächeln, das für die Damenwelt unwiderstehlich und mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist und mit seiner angenehm und leicht rauchigen Stimme ganz nah’ an meinem Ohrläppchen wispert: „Hi, Arni-Baby! What’s the problem?“

Und Petra, meine beste Freundin Petra, die meine Männerbekanntschaften der letzten 25 Jahre live und in Farbe und mit allen Höhen und Tiefen miterlebt hat, wird mit einem einzigen Blick erkennen, warum SUPER-Steve super ist, wird wohlwollend und verständnisvoll nicken und mir mit einem liebevollen Schubs in die Rippen bestätigen, was ich schon lange wusste: „Geiler Typ! Den darfste behalten! Er sei Dir gegönnt!“

Nun ja, wie das Leben so spielt – und an diesem Abend besonders – es klingelt natürlich nicht an der Haustür, kein McGarrett zur Stelle, wenn man ihn denn mal dringend benötigt, um gerettet zu werden.

Teller und Töpfe sind zwischenzeitlich leer gemampft, die Bäuchlein sind voll, die Weingläser werden immer wieder gefüllt. Thomas entschuldigt sich kurz, er will endlich aus seinem Anzug-Outfit raus und sich bequeme Klamotten anziehen. Nach zwei Minuten kehrt er zurück in Jeans und einem T-Shirt, das auf der Brust die Aufschrift „Oyster Band“ trägt!

Mein Herz bleibt für den Bruchteil einer Sekunde stehen! Wie kann sich jemand ein T-Shirt mit einem solch offensichtlichen Fehldruck kaufen??! Oyster Farmer heißt der Film! Farmer muss es heißen, nicht Band! So blöd kann man doch gar nicht sein...!? Aaarnii, lass’ es ....!

Meine Augen hängen noch immer an dem Wort „Band“, während mein Hirn und meine Hormone schon Richtung Wasser und Steg unterwegs sind. Also, Ihr wisst schon ... DER Steg eben ... O.M.G.!! Ich habe Bilder im Kopf und ... im Unterleib ... !! Aaaarniiii, lass’ es ....!

Anscheinend habe ich etwas zu lange auf Thomas’ Brustkorb gestarrt, der nun an sich hinunter blickt, das T-Shirt etwas noch vorne zieht und stirnrunzelnd fragt: „Kennst Du die Oyster Band?“ Ich schrecke ertappt von meinem geistigen Steg und denn dort stattfindenden Aktivitäten hoch ... Arni, lass’ es ...! und kann nur antworten: „Nee, die Oyster BAND kenne ich nicht!“ Und meine innere Stimme flötet gleich hinterher: Aber ich kenne den Oyster Farmer, ich kenne Jack, diesen schnuckeligen Typen, der sich den ganzen lieben langen Tag abrackert, um sich dann abends am Wasser auf dem Holzsteg zu vergnügen ... oder in der Badewanne ....! Verdammt! Arni, lass’ es ...!

„Die Oyster Band ist eine schottische Folk-Rock-Band, die super Musik machen. Ich hab’ die schon mal live gesehen. Toll!“ werde ich belehrt. Ja, stimme ich im Geiste zu, und der Oyster Farmer ist ein australischer Kerl, der super Liebe macht. Und ich hab’ ihn leider noch nicht live gesehen. Nicht toll! .... Arni, lass’ es ...!

Lieber Gott, es gibt Millionen von möglichen T-Shirt Aufdrucken und ausgerechnet heute an diesem Abend muss ausgerechnet Thomas ausgerechnet dieses T-Shirt mit ausgerechnet diesem Aufdruck anziehen! Ich fass’ es nicht ...!!

Ach, vergiss’ es! Hinweg jetzt mit allen unsittlichen Gedanken an SUPER-Steve oder Jack. Noch ein Gläschen Prosecco! Oder zwei ... oder drei ...?! Arni,lass’ es ...! Der Abend dauert bis zum frühen Morgen, bis wir alle erschöpft und etwas angeheitert in unsere Betten sinken.

Der nächste Tag beginnt ruhig mit einem ausgiebigen Frühstück und anschließender Shopping-Tour in die nächstgelegene größere Stadt. Meine alexifizierten Hirnzellen nehmen ganztägig eine Auszeit, was in dieser Form tatsächlich schon ewig nicht mehr vorgekommen ist, und ich leide überraschender Weise akut auch nicht an Entzugserscheinungen.

Nach der Rückkehr hängen wir alle vier irgendwann etwas müde und angeschlagen über dem Abendessen und überlegen, wie wir den restlichen Abend verbringen sollen. Petra hat den rettenden Einfall: „Wir können ja SUPER-Steve gucken!“ Ich glaub’, mir ist schlecht! Was passiert hier eigentlich!? Aber da alle anderen ebenfalls von dieser Idee sehr angetan zu sein scheinen, werfen sich Petra und ich aufs Sofa, nehmen Thomas in unsere Mitte, während Sven erst die BluRay anwirft und sich anschließend auf dem Fernsehsessel drapiert.

Erste Staffel, Pilotfolge, Action und Dramatik pur! Ich habe die Folge schon diverse Male gesehen, weiß genau, was als Nächstes passiert und leide trotzdem wieder mit SUPER-Steve mit, als Victor Hesse seinem Vater die Waffe an die Schläfe hält. Oh, ich kann nicht hingucken, oh nein, nein, nein ...! Neben mir eine hektische Bewegung, die mich zusammenzucken lässt. Thomas springt vom Sofa hoch und erklärt mit genervtem Gesichtsausdruck: „Das ist mir zu anspruchslos! Das kann ich echt nicht gucken!“ Spricht’s und entschwindet Richtung Küche und Kühlschrank, um sich ein Bier zu holen.

Wäre meine Kinnlade nicht irgendwie mit meinem Gesicht verbunden und hinge fest, wäre sie genau in diesem Augenblick mit einem mittelschweren Knall auf dem Fliesenboden vor mir gelandet! Während mein Gehirn noch bemüht ist, diese Äußerung irgendwie zu verarbeiten und in ihrem Inhalt tatsächlich in vollem Umfang zu erfassen, wandert mein Blick zu Petra, die neben mir, umrandet von drei großen Plüschkissen, auf dem Sofa liegt und mit leichtem Augenrollen und einem entschuldigenden Achselzucken meint: „Thomas halt! Der guckt sonst nur ARTE und ZDFinfokanal!“

Während ich noch immer sichtlich bemüht bin, meine Gesichtszüge wieder in eine halbwegs menschliche Form zu bringen, kreischt meine innere Stimme gerade lauthals und schon mittelschwer hysterisch los: ARTE und ZDFinfokanal?????? KUNST Und KULTUR????

McGarrett ist KUNST!!! KUNST VOM ALLERFEINSTEN! Sein Körper ist vergleichbar mit dem David von Michelangelo, sein Lächeln mit dem der Mona Lisa, sein Schmuseblick mit dem von Bambi ... Aaarnii, lass’ es .....!!! Eine unwiderstehliche Ansammlung von verschiedenen Kunstrichtungen, vereint in einer Person: Lt. Commander Steven J. McGarrett ist DAS personifzierte Kunstwerk überhaupt! Und Kultur???? Allein sein Spruch „Book ´em Danno“ müsste zum Weltkulturerbe erklärt werden!!! Aaaarniii, lass’ es ... SOFORT!!!

Ich ringe nach Luft und nach Fassung, verpasse vor lauter Aufregung sogar die Ermordung von McGarrett Senior, indessen Thomas und Sven sich lauthals über irgendwelche Super-Schnäppchen-Preise in einem Lidl-Reklameprospekt unterhalten, den sie gerade gemeinsam durchblättern. Ich will keine Super-Preise, ich will SUPER-Steve! kreischt meine innere Stimme. Arni, lass’ es ....!

Ein leises Geräusch neben mir unterbricht meine heimliche unheimliche Kreischerei. Ich drehe meinen Kopf seitlich zu Petra, aus deren Richtung besagtes Geräusch zu kommen scheint und stelle mit Entsetzen fest, dass – während ich mit akuter Schnappatmung zu kämpfen habe - Petras Augen geschlossen sind und sie fröhlich vor sich hinschnarcht! Sanft eingeschlafen, umrahmt von ihren drei Plüschsofakissen schlummert sie friedlich wie ein Kleinkind! Im Fernsehen läuft SUPER-Steve und sie P.E.N.N.T!! Und schnorchelt dabei aufgrund des leicht überhöhten Alkoholgenusses fröhlich vor sich hin ...!!

Das ist doch alles kein Zufall! Ich ertappe mich dabei, wie ich mit raschen Blicken sämtliche Zimmerecken und Grünpflanzen nach einer versteckten Kamera abchecke. Ich bin inzwischen definitiv davon überzeugt, dass es gleich an der Haustür klingelt und mir ein durchgeknallter Moderator ein Mikro unter die Nase hält: „Arni, verstehen Sie Spaß?! Der Mitschnitt der letzten 24 Stunden geht jetzt sofort ins Studio, wird dort ins Englische synchronisiert und dann als Highlight beim SOTB vorgestellt als Fan-Video des Jahres! Herr O-Loughlin wird sich noch persönlich bei Ihnen bedanken für dieses besondere Highlight!“

ICH RASTE AUS!!! Aber eigentlich nur aus dem Grund, weil es natürlich wieder mal NICHT an der Haustür klingelt, und ich demzufolge noch heute auf Herrn O’Loughlins persönlichen Dank warte ...!!! Arni, lass’ es ....!

Da – wie bereits gesagt – kein Türklingeln die Situation in meinem Wohnzimmer bzw. auf meinen Sofa entspannt, robbe ich entnervt Richtung Bluray-Player, drücke die Stopp-Taste, entferne die BluRay und verpacke diese samt SUPER-Steve liebevoll in ihre sichere Plastikumhüllung. Meins! Ganz allein meins!

„Gucken wir nicht weiter?“ Sven sieht mich überrascht an. „Nee“, antworte ich, ‚“wir sind offensichtlich alle müde!“ Und ich bin auch nicht länger bereit, meinen SUPER-Steve auch nur eine Sekunde länger mit Euch Banausen zu teilen ... ergänzt meine innere Stimme, um gleich noch ein Arni, lass’ es ...! hinterher zu schieben.

Der Abend ist gelaufen. Liegen. Entspannen. Schlafen. An was Schönes denken. Stevie ...komm’ zu mir ...! Arnie, lass’ es ...!

Der nächste Morgen, Frühstückszeit. Petra ist die letzte, die leicht zerzaust am Tisch erscheint. Sie sitzt mir gegenüber und sieht mich mit zerknirschtem Blick an. „Sorry, ich glaub’, ich hab’ gestern SUPER-Steve verpennt!“

Ich verbiete mir jeglichen boshaften Kommentar, und lasse – während meine rechte Hand krampfhaft das Frühstücksmesser umklammert - meinen Blick durch die große Glasterrassentür in den Garten schweifen, über den angrenzenden Acker, über die nachfolgende Landschaft, die irgendwo mit den ersten, weit entfernten Ausläufern vom Harz endet, dort hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, da wo Danny wohnt (grins!), da liegt Hawaii ... ! Hach .... und seufz!

O. k., in Geografie war ich noch nie sehr gut, aber immerhin konnte ich mich jetzt innerlich sammeln und bringe ein neutrales: „Is’ ja nicht schlimm“ heraus, während ich es sogar schaffe,Petra anzulächeln, um dann mit dem immer noch umklammerten Messer und einem einzigen, extrem gekonnten SUPER-Ninja-Schlag (McGarrett wäre stolz auf mich!) mein Frühstücksei perfekt zu köpfen! So, jetzt geht’s mir besser! Arni, lass’ es ...!

Am frühen Nachmittag verabschieden sich beiden dann wieder Richtung Niederrhein. Petra meint: “Es war wie immer toll bei Euch! Wenn man vom Lachen Muskelkater kriegen würde, könnte ich mich jetzt vor Schmerzen nicht mehr bewegen ...!“

Ja, es war tatsächlich ein tolles und vor allem lustiges Wochenende, ohne Frage! Ich hab’ auch total viel gelacht ... aber zeitweilig auch total gelitten wegen diverser Peinlichkeiten, die sich in meinem alexifizierten Hirn abgespielt haben!

Das muss echt zukünftig anders werden, SUPER-Steve ruiniert sonst mein Leben! Das heißt, ab sofort werde ich nicht mehr darauf hoffen und warten, dass McGarrett mich zuhause abholt und wir gemeinsam in einem silberfarbigen Camaro (oder ist der weiß?) in den hawaiianischen Sonnenuntergang fahren. Ich werde tapfer der Realität ins Auge sehen, die da so aussieht, dass ich allein in einem dunkelblauen Opel Meriva Richtung norddeutsche Regenwand düse. O.M.G.!
Das Leben als Alexifizierte ist eines der härtesten ...! Arni, lass’ es ...!

Der Sonntagabend und damit das Wochenende endet vor dem Fernseher mit einer neuen Folge von Hawaii 5-0 und entschädigt damit für (fast) alles, wobei ich mir trotz allem vorgenommen habe, dass zumindest Svens Gute-Nacht-Kuss für heute gestrichen ist ....! Nein, ich
bin eigentlich nicht nachtragend ....! Aber wenn’s um SUPER-Steve geht.... also, da ist es eben ein bisschen anders: Gott kennt Gnade! Arni nicht!!

Sven hockt derweil entspannt und nichts ahnend neben mir auf dem Sofa und verkneift sich ausnahmsweise jeglichen dummen Kommentar über SUPER-Steve. Ja, er kann auch nett sein. Ist er sogar meistens. Und manchmal trägt er sogar Cargo Pants ... und einen Dreitagebart, wenn er mal wieder zu faul zum Rasieren war .... und graue Schläfen kriegt er auch ... wobei er immer behauptet, die seien nicht grau, sondern silber-metallic, und die würden ihm so einen gewissen George Clooney-Touch geben ... also mich erinnern die eher an .... AAAAAAAAAAAAAARNIIIII, LASS’ ES ...!

arni1702

Mittwoch, 22. August 2012

Bock auf Blog? Oder Wie alles begann ...


„Hast Du nicht Lust, mal etwas für unseren Blog zu schreiben?“

Die Frage erreicht mich völlig unerwartet und überraschend. Was? Wie? Wo? Wer? I.C.H.??? Einen Blog schreiben? Och nööö ...

Die neuzeitlichen Zumutungen des Internetuniversums gehen bewusst an mir vorbei. Facebook? Muss nicht sein, ich spreche noch persönlich mit meinen Freunden und Bekannten. Twitter? Sämtliches Zwitschern überlasse ich den gefiederten Freunden in meinem Garten, und Xing klingt für mich eher nach einer chinesischen Gemüsesuppe als nach einem Internet-Netzwerk. Und jetzt soll ausgerechnet ICH einen Blog schreiben? Selbst wenn ich wollte, wüsste ich gar nicht, wie man so was anstellt.

Laut Wikipedia ist ein Blog ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal in dem mindestens eine Person, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert oder Gedanken niederschreibt ... blablabla und so weiter und so fort ... Der Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen.

Meinungen zu spezifischen Themen?! So, so. Ja, nun, wie soll ich es mal sagen? Das Thema  eines/meines möglichen Blogs wäre schon interessant, um nicht zu sagen extrem interessant,  eigentlich unwiderstehlich interessant! Ein 1 Meter 88 großes Thema mit einem Traumlächeln, einem Traumbody, einem Traumaugenaufschlag, Traumtattoos, Traumwimpern, einem Traumcharakter, einer Traumfreundin und überhaupt ... ein Gesamttraum eben!

Man ahnt es natürlich, wenn man sich auf dieser Website hier befindet: Das Traumthema ist Alex O’Loughlin, australischer Schauspieler und Objekt der Begierde zahlreicher Damen in aller Welt! Mich eingeschlossen ... seufz! Mist, ich muss mich echt etwas zurücknehmen! Fange jetzt schon wieder an zu sabbern. Ich möchte das nicht, aber ...

Wie bin ich hier eigentlich hin geraten?! Wie konnte das nur passieren?! Dabei fing alles so harmlos an!

Oktober 2010: Deutschland befindet sich noch immer im Vampirfieber! Edward und Jacob beißen sich in Twilight samt Bella durch die Bücher- und Kinowelt und lassen pubertierende Teenager weltweit in Hysterie verfallen. Gott sei Dank bin ich aus dem Alter raus, irgendwelche Robert Pattinsons dieser Welt anschmachten zu müssen.

Trotzdem geht der Vampir-Hype auch an mir nicht ganz vorbei. Im Fernsehen startet eine neue Serie, die mit guten Kritiken versehen, kurzfristig mein Interesse weckt. Vampire Diaries! Auch eher was für Mädels, die maximal ein Drittel so alt wie ich bin, aber was soll’s. Da das gesamte Fernsehprogramm mich ansonsten mit Langeweile betäubt, und ich weder Fan von Florian Silbereisen noch vom Tatort und Rosamunde Pilcher bin, nehme ich besagte Sendung auf und programmiere auch noch eine zweite neue Serie, die direkt im Anschluss an Vampire Diaries ebenfalls startet: Moonlight, in der Programmzeitschrift angekündigt als „romantische Vampir-Serie“, was auch immer das sein mag!

Nun ja, die Receiver-Festplatte ist groß und kaum gefüllt, und wenn das Aufgenommene sich als Schrott entpuppt, ist es mit einem Knopfdruck gelöscht und alles ist, wie es war.

Tage später überlege ich an einem trüben Oktoberabend, mir die Vampire zu Gemüte zu führen und schmeiße mich aufs Sofa vor den Fernseher. Vampire Diaries ist o. k., haut mich nicht um, aber erträglich. Zwei Vampirbrüder, die aber wohl auch eher ein sehr jugendliches Publikum ansprechen und nicht in der Lage sind, meine aufkommende Müdigkeit zu stoppen. Dann fängt Moonlight an. Spontan auch nicht das absolute Aha-Erlebnis für mich, aber immerhin so interessant, dass ich die Serie auch in den Folgewochen nichtsahnend programmiere und mir an dunklen Herbstabenden rein ziehe, weil ich dann doch wissen will, wie’s weiter geht, irgendwie so. Ich möchte das nicht, aber ...

In dem Maße, in dem mich Vampire Diaries immer mehr langweilt, finde ich Moonlight mit jeder Folge besser. Ist mal was Anderes, dieser adrette Vampir-Privatdetektiv Mick St. John, der mit seinem blutrünstigen Monsterdasein hadert, und die toughe Reporterin Beth Turner, die ihn noch mehr um den Verstand bringt.

Das hat was, beide Hauptdarsteller – und ich betone noch einmal – BEIDE Hauptdarsteller kommen extrem sympathisch und glaubwürdig rüber, soweit die Darstellung eines Vampirs glaubwürdig sein kann, und die Handlung ist spannend, teilweise emotional und natürlich auch romantisch. Man ahnt, ach nein, eigentlich weiß man als Zuschauer, da geht noch was zwischen Mick und Beth. Und Mick hat so tolle Haare und diesen treuherzigen Dackel-Schmuseblick und ab und zu zieht er die Augenbrauen so niedlich hoch, also, das ist mir aufgefallen ... ganz beiläufig nur mal eben so erwähnt. Ich möchte das nicht, aber ....

Ein weiterer dunkler Herbstabend, alle aufgezeichneten Moonlight-Folgen sind schon geguckt, das restliche Fernsehprogramm ist zum Abwinken, ich entscheide mich für einen überraschenden Internetbesuch. Meine üblichen Seiten sind rasch durchgeklickt, nix Neues bei eBay, amazon und Bild.de und was mach’ ich jetzt!? Was interessiert mich noch?
Ich könnte ja mal „Moonlight“ googeln, ob es da überhaupt was gibt?


O.k., es gibt da was! Ungefähr 116.000.000 Sucherergebnisse!! Das werde ich wohl heute Abend nicht mehr schaffen ... ha ha ha!! Minimieren nur auf Bildersuche und enter ... 69.900.000 Suchergebnisse ... immer noch geringfügig unüberschaubar! Also „Moonlight TV series“ und ....3.460.000 Suchergebnisse. Da wird man ja kirre im Hirn! Vielleicht sollte ich lieber nach dem Hauptdarsteller suchen, wenn ich denn nun wüsste wie der Typ im richtigen Leben heißt? Steht doch immer im Vorspann, hätte man ja mal drauf achten können! Aber Internetsuchmaschinen sind ja schließlich genau dafür da, um das raus zu bekommen, nämlich wie der Mann heißt.

Alex O’Loughlin steht da. Hhhhm, gab’s keinen einfacheren Namen, einen, den ich eventuell auch richtig aussprechen könnte? Alex ... Roberts, Davidson, Foster oder wie auch immer ...?! Na ja, warum soll ich meine Hirnzellen damit belasten, wen interessiert eigentlich dieser Alex O’Schnickschnack oder wie auch immer, der heißt .... Aber schöne Bilder gibt’s von ihm! Wooow, hier auf diesem, da hat er genau diesen Bambi-Schmuseblick, und da zieht er beim Lächeln den einen Mundwinkel so nach oben, was einfach nur HACH ist, so süß. und diese extrem langen und geschwungenen Wimpern, und auf dem nächsten läuft er mit nacktem Oberkörper am Strand entlang, und dann gibt’s da noch eines, da hat er die Haare schöööööön ....! Ich glaub’, ich muss mal ein paar dieser Bildchen auf Festplatte speichern, einfach nur so. Sinnlos. Grundlos. Ich möchte das nicht, aber ...

Bevor ich mich kurz nach Mitternacht entschließe meinem neuen Hobby und meinem Laptop den Saft abzudrehen und mich zur Nachtruhe zu begeben, muss ich noch zwingend eine Kleinigkeit machen. Nur kurz zur Kontrolle, ob ich auch alles beim Abspeichern richtig gemacht habe. Ich starte alle gespeicherten Fotos von Alex O’Schnickschnack noch einmal als Diashow (langsame Version, versteht sich!). Als mein persönliches Betthupferl sozusagen. O.M.G.! Diese geballte Menge dieses Herrn als Hochglanzfotos in maximaler Bildschirmgröße ist gar nicht gut für mein Seelenheil und meinen Hormonhaushalt! Ich möchte das nicht, aber. ...

Jeder Leser hat spätestens jetzt erkannt, was mir zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht bewusst ist. Es ist passiert, unwiderruflich, unabwendbar! Die Alexifizierung hat begonnen!

An den kommenden Abenden, die ich rein zufällig im Internet verbringe, lerne ich, dass der O’Loughlinsche Name O-Lacklin ausgesprochen wird. Lack, lack, lack ... gefällt mir nicht, will ich nicht, find’ ich doof. Ein weiches O’Lovelin mit geschnurrtem LOVE in der Mitte, das würde mir gefallen, das könnte ich mir auch merken. Aber so ....!? Dies ist der Augenblick, in dem ich mich entscheide, Herrn O-Loughlin in meinen engen Bekannten- und Freundeskreis aufzunehmen und fortan der Einfachheit halber nur noch und ausschließlich mit Vornamen anzusprechen. Hi Alex, willkommen in meiner Welt! Die Alexifizierung schreitet unaufhaltsam voran. Ich möchte das nicht, aber ....

Was harmlos beginnt mit dem Abspeichern einzelner in meinen Augen extrem gelungener Alex-Fotos auf Festplatte, die ich mit 1, 2, 3 usw. durchnummeriere, wird langsam zu einem Kraftakt. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass ich inzwischen jedes Bild von Alex lohnenswert zum Abspeichern finde. Der Mann sieht einfach auf jedem Foto bemerkenswert gut aus, um nicht zu sagen atemberaubend gut. Das kann doch nicht sein! Ich möchte das nicht, aber ...

In den Folgewochen ertappe ich mich, dass ich diverse Fotos doppelt abspeichere, in der Flut des dargebotenen Sabbermaterials verliere ich langsam, aber sicher den Überblick. Mein Ordnungssinn leidet und ich leide mit. Ein organisiertes Alex-Speichersystem muss her mit einzelnen Unterdateien, sortiert nach Moonlight-Bildern, Interviewfotos, professionellen Fotoshootings, Privatfotos usw. .... ach, und dann gibt es da ja auch noch diese animierten gif-Bildchen! In denen Alex wie ein kleines aufgedrehtes Männchen beweglich durchs Bild hüpft. Ganz nach Lust und Laune kann man ihn in Dauerschleife beim Schmuseblicken mit treuherzigem Augenaufschlag laufen lassen, beim einseitigen Mundwinkelhochzieh-Lächeln, beim T-Shirt-Ausziehen ... immer und immer wieder ... bis die Hornhaut sich löst oder man wegen Überhitzung vor dem Laptop zusammenbricht. Der Blusenärmel als Sabber-Weg-Wisch-Instrument reicht schon lange nicht mehr und fällt wegen Übernässung aus. Wo bitte ist die nächste Küchenrolle???!! Ich möchte das nicht, aber ....

Alexifizierung im fortgeschrittenen Stadium nennt man so etwas! Was schleichend über den Sehnerv begonnen hat beim Betrachten von Moonlight und einzelner Internetfotos von Herrn O, setzt sich immer weiter fort über Kleinhirn und Großhirn, befällt dann in rascher Abfolge sämtliche Organe und das Herz (ganz besonders intensiv das HERZ!) und verbreitet sich von dort über den Blutkreislauf im gesamten Körper!! Da hilft es auch nicht, meinen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Zu spät! A.L.L.E.S. zu spät! Unheilbar! Ich möchte das nicht, aber ...

Fünf Monate später! Wir schreiben März 2011. Die erste und einzige Moonlight-Staffel ist untröstlicher Weise schon lange durch, im Fernsehen beginnt die Ausstrahlung der ersten Staffel der neuen Serie Hawaii 5-0 mit Alex in der Hauptrolle. Und damit werde ich jetzt endgültig süchtig nach Alex, abhängig von Alex und fast lebensunfähig ohne Alex. Ich möchte das nicht, aber ...

Alex dieses Mal nicht als anbetungswürdiger Vampir-Schnüffler, sondern als harter Navy-Super-Seal im Einsatz, um die Menschheit zu retten. Auch äußerlich verändert, durchtrainiert bis zum Abwinken, Sixpack vom Feinsten, kurzer Haarschnitt und als Gesamtkunstwerk irgendwie ganz anders als Mick St. John. Einen winzigen Augenblick zögere ich, ob der Platz von Mick in meinem überquellenden Fanherzchen von Steven J. McGarrett tatsächlich eingenommen werden kann. Und dann lächelt dieser Lt. Commander von der Mattscheibe. Einfach so, Sein strahlendstes Commanderlächeln, das mit einem einseitigen Mundwinkel-Hochzieher beginnt, sich wie die Morgensonne an einem lauen Frühlingsmorgen fortsetzt und dann vergleichbar mit dem zarten Hauch eines Schmetterlingsflügels auf mich trifft, mir den Boden unter den Füssen weg reißt, mich auf einer rosaroten Herzchenwolke vor dem Fernsehgerät hin- und herschweben ... und mich dann blitzschnell nach der nächstgelegenen Küchenrolle greifen lässt!

Commander McGarrett, verhaften Sie mich, verhören Sie mich, schlagen Sie mich, sagen Sie Tiernamen zu mir .... Ach, was weiß ich denn!? Verfallen bin ich diesem Kerl, egal in welcher Rolle! Eine Süchtige. Ein Alex-Junkie. Ich möchte das nicht, aber ...

Und noch ein neuer Dateiordner auf meinem Laptop. Langsam fühle ich mich überfordert. Wie soll das irgendwann enden?! Hawaii Five-0 geht zwischenzeitlich in die 3. Runde! Irgendwann, wenn auch noch in ferner Zukunft ist meine Computer-Festplatte voll, wird überlaufen, explodieren. BAMPF! Ich werde verzweifeln, zugrunde gehen, dahin vegetieren und letztendlich sterben, sollte ich irgendein winziges Foto oder eine Info von Alex verpassen ... Ich möchte das nicht, aber ...

Dann ein extremer Schockmoment in meinem Fan-Dasein! Was passiert, wenn wegen akuter Überlastung die Laptop-Festplatte abschmiert und crasht? Oder ich bin nicht zu Hause und ein Einbrecher packt das Teil einfach ein und verschwindet damit auf Nimmerwiedersehen? Mein Dateien! Meine Alex-Fotos! Mein Leben! Die Panikattacke hält an, verwirbelt mein Hirn und lässt mich schaudern ... Ich möchte das nicht, aber ....

Die Lösung: ein Mega-Turbo-Maximal-Gigabyte-USB-Stick, ein SUPER-Seal-Safety Stick, oder auch kurz Triple S Stick genannt, muss her, um meinen Schatz zu retten! S.O.F.O.R.T.! Zack zack!! Nach zwei langen Tagen Lieferdauer-Wartezeit, trifft der Triple S endlich bei mir ein und wird umgehend mit Sicherungskopien meiner sämtlichen Alex-Dateien bestückt. Die Rettungsaktion kann zügig und erfolgreich abgeschlossen werden, und es kehrt wieder etwas Ruhe ein in mein Gefühlsleben. Mehrere neue Falten unter meinen Augen zeugen von der Aufregung und Anspannung der letzten Tage. Ich möchte das nicht, aber ...

So, jetzt hab’ ich mich endgültig und öffentlich geoutet. Ihr wisst jetzt, wie es um mich steht. Alexifiziert vom kleinen Zeh bis zur letzten Haarspitze. Hilfe? Zwecklos, Sinnlos. Wen bitte sollte ich auch danach fragen? Außenstehende und Nicht-Alex-Erleuchtete würden mich irgendwo einweisen lassen und mit Medikamenten ruhig stellen wollen. Ebenfalls Alexfizierte wiederum würden resigniert den Kopf schütteln, mich verständnisvoll und um Trost bemüht in den Arm nehmen und mir jede Chance auf mögliche Heilung als unmöglich und noch nie vorgekommen ausreden. Ich werde mich wohl oder übel meinem Schicksal ergeben müssen. Ich möchte das nicht, aber ...

Tja, so oder ähnlich wurde ich alexifiziert. Und jetzt fragt man mich doch tatsächlich, ob ich mit diesem ganzen wirren Zeug in meinem durchgeknallten Hirn, einen Blog schreiben will? Och nööö ....

arni1702

Dienstag, 29. November 2011

O'LOAUGHLIN



Es soll ja Leute geben, die unermüdlich Gründe suchen und auflisten, wie man (respektive Frau) Herrn McGarrett dazu bringen könnte, endlich mal wieder sein Shirt auszuziehen. Und nicht anzuziehen wie in Folge 9 der zweiten Staffel.
Ok, ok ich seh schon den Grund.
34 Folgen gab es bis jetzt gesehen und wir haben wie oft diesen perfekten Körper ansabbern dürfen? Sieben, acht Mal? Und da habe ich schon alle winzigen, kurzen, unscharfen (also nur im filmtechnischen Sinne natürlich) Szenen mit eingerechnet.
Aber – und hier kommt's, denn es ist ein fettes Aber – ich würde den armen Kerl gerne viel lieber und viel öfter lachen sehen.
Und zwar so wie in der letzten Folge.
Verraten (wieder mal!), gefangen, grausam gefoltert und dann gerettet! Ergebnis: er lacht!
Einfach so.
Glücklich.
Und uns geht das Herzchen auf.

Denn dieses typische Alex-Lachen lässt einen dahinschmelzen.
Ich will mehr Alex-Lachen in Steves Gesicht.
Und zwar genau dieses:





Gebt ihm Gründe dafür!!!


  1. Steves alte GI-Joe Puppe wurde zu Gracies Dinnerparty mit Barbie eingeladen. Danach hat Barbie Ken in den Wind geschossen.
  1. Die neueste Ausgabe von 'Guns and Ammo – The worlds most widely read firearms magazin' ist pünktlich zum Wochenende erschienen.

  2. Boxer Briefs gibt es jetzt in Navy-Blau.

  3. Danny hat eine Stimmbänderentzündung.

  4. Steves Youtube-Video 'Türen öffnen leicht gemacht' oder 'Wie Granaten ihr Leben erleichtern' wurde 1.000.000 Mal angeklickt.

  5. Er schafft den dreiminütigen Navy-Shower jetzt unter 1:54. Mit Haaren.

  6. Der Typ auf dem neuesten GQ-Cover sieht aus wie er.

  7. Kono hat ihm im Vertrauen verraten, dass sie in der uralten TV-Serie CHIPS den dunkelhaarigen Estrada doch lieber mag als den blonden Ponch.

  8. Cargo Pants ist das meist gegoogelte Wort des Jahres.

  9. Grace liebt das Shampoo mit Ananasduft, dass Steve ihr geschenkt hat. Sie benutzt es täglich.

  10. Eine ominöse weibliche Diebesbande hat sämtliche Herrenrasierer der Insel gestohlen. Denn was uns glücklich macht, macht Steve glücklich!

  11. Als Chins Trauzeuge darf er das Motto der Hochzeitsfeier bestimmen. Er entscheidet sich für: 'Keine Krawatten!' (No ties!!!! tihihi...., auf Englisch irgendwie besser *räusper*)

  12. Er hat den Fahrersitz in Dannys Camaro manipuliert. Er lässt sich nicht mehr nach vorne schieben.

  13. Es ist Welt-Ninja-Tag.

  14. Danny geht undercover. Als Jockey.

  15. Danny geht undercover. Als Pizzabote.

  16. Grace übt Seemannsknoten. Mit Dannys Krawatten.

  17. Steve gewinnt Ms Pacman im vierten banana-level. Danny endet als Erdbeere (Strawberry). Er hatte also gelogen.

  18. Sein Account für ninja-toysdotcom wurde freigeschaltet.

  19. Er durfte Danny wow-en. Dreimal. (Für Nich-Kenner der zweiten Staffel: schön anständig bleiben. Unter wow-en versteht man das Vermitteln seines Entsetzens über das respektlose Verhalten seines Partners Schrägstrich Beifahrers unter Zuhilfenahme eines extrem ausdruckstarken Gesichtes und der simplen drei kleinen Buchstaben W O W.)

  20. Ein Vögelchen zwitschert Steve als was Lori an Halloween verkleidet war.

  21. Kamekona lädt zum Probeessen seiner neuen Shrimpskreationen ein und vergisst versehentlich, Steves Mailadresse in den Verteiler aufzunehmen. Glück gehabt!

  22. Ein neues Hawaiianisches Gesetz wird erlassen, welches besagt, dass nach 23 Uhr kein TV-Programm mehr gesendet werden darf, Dauerwerbesendungen inbegriffen. Es wird ersatzlos auf die Ausstrahlung eines tonlosen Testbildes zurückgegriffen.

So Kinners. Man tau. Jetzt seid ihr dran. Macht unseren Lieblingsseal glücklich.
Bin gespannt wie ihr ihn zum Lachen bringt.
Aber kitzeln gilt nicht.

leiCa
(mit schrägen Ideen von NobodyKnowsNina)

Dienstag, 6. September 2011

Die Bartstoppel. Wahn oder Methode?

Eine einzelne Bartstoppel wird ja kaum bemerkt. Zwei drei davon pieken.
Aber wenn sie zu hunderten gleichmäßig verteilt in einem ganz bestimmten Gesicht auftauchen, fällt die gesamte Damenwelt dem Wahnsinn anheim.

Da fallen vollständige Worte wie Schnappatmung, dahinschmelzen und ähnliches, der Donald Duck'sche Wortschatz wird bemüht mit „AAAAAAHHHH“, „OOOHHH“ oder „AAARRRGGGHHH“, halbe Sätze müssen wegen rezeptorischer Überlastung reichen, Hormone tanzen Tango, extrem-freu, Aleximkopfrumschwirr wird formuliert und wenn gar nichts mehr geht, wird einfach das wiederholt, was sowieso schon jeden in den gepflegten Irrsinn treibt: Bart Bart Bart Bart......
Aber was ist das bloß, und warum macht er das mit uns, und wie erkläre ich es dem heterosexuellen Manne? Ok, letzterem am Besten gar nicht, aber sonst?

„Das Barthaar ist in der Regel ab der Pubertät des Mannes verbreitet und zählt somit zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen“ (wikipedia). Haha! Da haben wir es doch.
Oder eben doch nicht? Ich meine, es geht hier ja eben nicht um irgendeinen Bart in irgendeinem Gesicht. Es ist die verdammte Kombination aus beidem:
Der Typ und der Bart.
Denn der Typ ist heiß, das findest du auch, sonst wärst du nicht hier. Heiß wegen gewissen Vorzügen, die er eben immer mit sich rumträgt. Augenfarbe (ich beschreib sie mal als blau mit Sommersprossen und Chamäleoneffekt), lächerlich langen gebogenen dunklen Wimpern, perfekt geformtem Profil, Grübchen, extrem beweglichen Augenbrauen, Lippenschwung wie gemalt, tiefe, heisere Stimme, Tattoos, TATTOOS, TAAAATTOOOOOSSS ('tschuldigung, war etwas aus dem Takt geraten...), leichte Brustbehaarung...
Aber den Körper beschreib ich jetzt mal nicht, wir wollen ja nicht auffallen!

So - dies alles ist also immer da und es reicht eigentlich für Schnappatmung und Hormontango. Aber wenn dann noch dieser Bart dazukommt, tja, dann ist es doch kein Wunder, wenn das letzte bisschen damenhafte Contenance flöten geht. Wer will es uns verübeln?
Dazu kommt ja auch noch, dass, wenn Herr O' zu Herrn McGarrett wird, die Macher uns meistens einen sauber rasierten, frisch dem Meer entsprungenen Navy Seal präsentieren. Wir sind also sozusagen auf Entzug.
Aber das ist eben die Methode. Denn immer mal wieder ist er einfach nur Steve, unrasiert, schwitzend, verletzt, verzweifelt, der nur seine Familie schützen will. Die alte und die neue. Und wenn er das schafft, dann grinst er spitzbübisch aus seinem Dreitagebart und weiß ganz genau, GANZ GENAU, was er damit anrichtet.

Wenn man nach Sprichworten zum Thema Bart sucht, findet man dies hier.

„Wer den Bart läßt wachsen, der hat eine Schalkheit getan oder hat eine im Sinn.“

Seine Methode – unser Wahn.

Wer das immer noch nicht nachvollziehen kann, hat anscheinend dies hier noch nicht gesehen:

Besonderes Augenmerk auf die kurze kurze Sekunde 0.34 :


leiCa

Mittwoch, 13. Juli 2011

Von aufregenden Liveschaltungen und Herzrhythmusstörungen...

Ein Abend, ein Morgen, ein Drehbeginn, eine Zeremonie. Und Alex. Und zu viele Zuschauer-Endorphine. Und das alles zeitgleich!

"Liebes Tagebuch, heute Abend habe ich die Morningshow angeschaut und Herzrhythmusstören bekommen." Was an diesem Satz merkwürdig ist? Überhaupt nichts! Sollte man viel öfter machen: schön nach Feierabend übers Internet den Livestream der Hawaiianischen Morgen News anschauen und sich darüber freuen, dass man irgendwie 'in der Zukunft' ist, obwohl das ja eigentlich gar nicht stimmt - aber irgendwie ja doch - denn dort, wo zum Feierabend-Livestream gerade langsam die Sonne sinkt, ist es bereits 12 Stunden später als dort, wo der Livestream eingespeist wird. Verwirrt? Ok, ich auch.

Also: Hawaii, 7:30 Uhr Ortszeit - Deutschland, 19:30 Uhr Ortszeit. Der PC ist an, die Frisur sitzt (--> nicht mehr! Denn man hat bereits einen heißen Sommerarbeitstag hinter sich). Anstelle der Tagesschau sieht man in den News, die über den Bildschirm flimmern, dass es ein wunderschöner Tag auf Oahu werden wird, 75° F, 80% Luftfeuchtigkeit, der einzige Stimmungsdämpfer ist ein Verkehrsstau auf der Kamekonakalakaualanakilaohana Avenue (oder so). Und die Tatsache, dass es irgendwo ein kleines Feuerchen gibt, das es zu löschen gilt. UND die Tatsache, dass die Werbeunterbrechungen im Web Livestream nicht Werbung beinhalten, sondern hawaiianische Chorgesänge zu Ukulele-Musik, was dem deutschen Ohr dann doch irgendwie merkwürdig fremdländisch erklingt. Aber ansonsten ist alles in Butter, denn egal was für Schreckensmeldungen der Morgen auf Hawaii noch beinhalten wird: man ist sich sicher, dass die nächste Schalte zum Set von Hawaii Five-0 nur noch Minuten entfernt liegt! In der letzten Einstellung hat man schon Scott Caan an der Soundstage vorbeischlendern gesehen, außerdem rennt da eine sehr fröhlich schwangere Reporterin mit einem Mikrofon durch die Gegend, und es gibt keinen Zweifel daran, dass diese Frau eine Mission hat, mit der sie die Zuschauer (mich! Uns! ALLE!) glücklich machen wird. Ein exklusives Live Interview mit Alex. Mein Gott! Zeitgleich klickt man sich wie ein aufgeregtes Huhn durch die Fotos der Blessing Ceremony, die bereits nach und nach in Hülle und Fülle von Fans allerorts hochgeladen werden. Man ist ein wenig fasziniert und hat einen wahnsinns Respekt vor diesen übermenschlich multitaskingfähigen Fans, die das alles zeitgleich auf die Kette kriegen. In Alex Euphorie sein, Screenshots machen, die News weiterverfolgen, hochladen, posten, dabei nicht aus den Augen verlieren, dass die nächste Schalte jede Sekunde um die Ecke kommen kann, und das alles wahrscheinlich sogar mit schwitzigen Händen! Man fragt sich wie die sowas machen. Und man fragt sich, wie man es selbst nun schaffen soll, diese Fotos anzuschauen, mit steigender Nervosität immer wieder zum Livestream zu klicken, in der Hoffnung dass man das heißersehnte Alex Interview live und in Farbe mitverfolgen kann, und dabei ruhig genug zu bleiben, um mit den eigenen AAAAHHHHH und OOOOOOOOH und Uuuuiiiiiiiii-Lauten die Chatbox nicht zu sprengen. Denn wenn man die sprengen würde, dann hätte man dort die anderen User nicht mehr, mit denen man die ganze Aufregung teilen kann. Oder bessergesagt: teilen MUSS, um nicht innerlich zu bersten! Außerdem ist da noch Wäsche, die abgehängt werden sollte und ein Kartoffelsalat für Morgen, der gemacht werden will... Geht jetzt nicht. Geht überhaupt ganz und gar nicht, denn man kann selbstverständlich den heißen Draht für keine Sekunde verlassen, sonst verpasst man noch was! Zwischenzeitlich ist eine Stunde vergangen und der Stau auf der Kamekonakalakaualanakilaohana Avenue ist im Begriff sich aufzulösen. Mittlerweile weiß man sogar, dass das Verkehrsproblem nur zustande kam, weil es da irgendwo einen Straßenwasserrohrbruch gab. Und man mutmaßt so für sich im Stillen, dass die hawaiianischen Behörden das überschüssige Wasser jetzt wahrscheinlich umgeleitet haben, und dass sie es nun zur Löschung des früher erwähnten Brandes nutzen... Wie dem auch sei - die Frau mit dem Babybauch ist wieder auf dem Bildschirm! Und es steht jemand vor ihr!! Und es ist Alex!!!

AAAAAAAAH! OOOOOOOH! Uuuiiiiiiiiiiii!!!

Die Hirnstörme fallen kurzfristig auf unter Null, denn er ist schön, so schön, so wunderschön und entspannt und glücklich und redselig und mit einem inneren KLICK setzt der Gedankenprozess wieder ein während man versucht, das Gesagte im Eifer des Gefechts nicht zu überhören, denn es sind Fragen aufwerfende Äußerungen dabei und man will doch nicht ganz umsonst so lange hawaiianische Chorgesänge und Ukulele Musik gehört haben während der Werbeunterbrechungen, nur um dann letzten Endes vor lauter Aufregung DOCH nicht alles mitzukriegen! Aber der Gedankenprozess ist mächtig... Und er beinhaltet ganz merkwürdige, plötzlich einsetzende Erkenntnisse. "Er steht da jetzt gerade wirklich." Also - WIRKLICH! In Karohemd, mit Dreitagebart und Flip Flops. W.i.r.k.l.i.c.h. Das ist jetzt nicht nur irgendsoeine Aufzeichnung, die man wie sonst üblich erst einen Tag später serviert bekommt, sondern exakt in diesem Moment steht der angehimmelte Jeanshosenträger dessen Haare so schnell gewachsen sind wahr-haf-tig an eben diesem Fleckchen an dem man ihn nun gerade stehen sieht. Und plötzlich ist man irgendwie mittendrin statt nur dabei, obwohl man gar nicht bei ARD in der ersten Reihe sitzt, sondern nur aus läppischen zwölftausenddreihundertundsiebenundsechzig Kilometer Entfernung einen Livestream anguckt. Im Normalverständnis eines Alex-Fans heißt das übersetzt: zum Greifen nahe! Man müsste nur in den Bildschirm schlüpfen können und schon wäre man zurück in der 12 Stunden entfernten Vergangenheit, direkt aus der Zukunft eingereist, im hawaiianischen Hier und Jetzt, mit nicht mehr sitzender Frisur und in Feierabend Jogginghose. Wahn. Sinn. Wie oft hat man sich schon in gedankenverlorenen Momenten gefragt, was wohl in dieser Sekunde gerade auf Hawaii passiert? Man fragt es sich in diesem Augenblick nicht mehr, denn man hat es live vor Augen. Und der Kartoffelsalat ist immer noch nicht gemacht. Und die Wäsche kann einem gestohlen bleiben. Und dann ist es auch schon wieder vorbei. Hä???

Es ist wie ein langsames, verwirrtes Aufwachen aus einem Traum, der einem eine Adrenalinladung sondersgleichen eingeflößt hat. So einer nach dem man sich erst mal Schütteln muss, weil man von dieser inneren Aufruhr gar nicht sofort wieder runterkommt. Man atmet tief ein und aus und weiß, dass er jetzt gerade immer noch dieses Karohemd anhat, auch wenn man ihn jetzt nicht mehr auf dem Bildschirm liebreizen sieht. Man chattet sich mit den anderen die Aufregung von der Seele und lässt nochmal Revue passieren was noch keine fünf Minuten her ist. Und irgendwann, irgendwann, irgendwann, steht man dann doch noch weit nach zehn Uhr abends in der Küche und schält Kartoffeln, während vermutlich auf Hawaii gerade das zweite Frühstück eingenommen wird...

LG
NobodyKnowsNina

Dienstag, 7. Juni 2011

Durststrecke

Nun geht es wieder mal los! Das, was jeder Alex-Fan schon kennt! Die berühmte Durststrecke. Die alexfreie Zeit.
In den USA ist die erste Staffel von Hawaii 5-0 mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen. Weiter geht es erst im Herbst. In Deutschland lief jetzt vorerst die letzte Folge, Sommerpause mitten in der Staffel, ebenfalls erst im Herbst geht es weiter. Damit dann auch bloß keiner mehr weiß, welche Geheimnisse die Champ-Box und der McGarrett-Clan verbergen. Verstehe das wer will!
Nun ja, Zeit also, um mal was anderes zu tun. Aber was???

Was tut ihr? Nehmt ihr euch eine Alex-Auszeit?

Ha, macht mir doch nix vor.... Niemals!!!

Also was gibt es?

- Moonlight Marathon, um genau auflisten zu können, wie oft Mick seine linke Augenbraue hochzieht? Kann ich euch schon sagen. Ein Mal. Ein einziges verdammtes Mal.

- Doch noch mal Three Rivers? Denn „The second chance is a powerful thing!“

- Ohne Pause gleich noch mal alle Hawaii 5-0 Folgen? Denn ihr wollt dieses Mal euer Augenmerk einzig und allein darauf lenken, wie deutlich sich Alex' Rückenmuskeln unter seinem Shirt abzeichnen, wenn er sich mit geschlossenen Händen auf den Smart-Table stützt.

- Oder ihr nehmt euch fest vor, dieses Mal den Film nicht zu stoppen, bevor Will Bryant nach einem tragischen, herzzerreißenden Blick in die Kamera sein Leben für seine Frau opfert?

- Doch einmal Feed gucken, ohne mit iiiiieeeek und uuuuääähh die Hände vors Gesicht zu schlagen?

- Marcus Bohems Zunge fasziniert beobachten, denn die ist glücklicher Weise nicht unsichtbar?

- Eine Dauerschleife erstellen, wie Marshall Connellys Lippen über die Öffnung seiner Bierflasche gleiten?

- Eine Dauerschleife erstellen, wie Kevins..., also.... äh, von The Shield Szenen eben?

- Immer und immer wieder überwältigt die Szene angucken, in der Vincent regungslos den Mord an seiner Mutter auf dem Videoband verfolgt! <----- Bemerkt ihr das? Ein Ausrufezeichen. Kein Fragezeichen, denn das ist ein Muss!!!

- Ach ja - noch eine Dauerschleife. Oyster Farmer! ... Nein die nicht! Ihr schon wieder! Nein, ich meine die Szene in der er lachend den Kopf in den Nacken wirft, als sie die schmuddelige Badewanne „bergen“!

- Oder doch lieber die Zeitlupe einer gewissen Whiteout-Szene in der eine (ich behaupte mal frech große) Socke, eine wichtige Rolle spielt?

Ihr könnt euch nicht entscheiden?
Ihr macht einfach alles?
Habe ich's mir doch gedacht!
Denn die Zeit bis zum Herbst ist viel zu lang! Und diese Durststrecke muss eben sinnvoll genutzt werden. Vielleicht sollte diese Zeit einfach einen anderen Namen bekommen. Durststrecke klingt so anstrengend.
Als Kind hatte ich eine Flasche in der man O-Saft, Milch oder auch Kakao mit in die Schule nehmen konnte. Auf der stand geschrieben: Durst ist schlimmer als Heimweh! Ich fand das furchtbar peinlich. So eine alberne Wahrheit. Heimweh, pfft, wer hat denn sowas. Aber Durst, das wusste ich damals schon, Durst ist fies! Nur diese spezielle Art von Durst, die kannte ich damals noch nicht. Wikipedia sagt, Durst ist das Grundbedürfnis zu trinken. Grundbedürfnis also. Aha! Dem muss man nämlich nachgeben, jeder noch so kleine Tropfen ist willkommen.
Und was macht Herr O' in dieser drehfreien Zeit?
Gönnt er uns einen guten Tropfen?
Will heißen: Sightseeing in good old Germany? Oder wenigstens Europe? Zumindest eine kleine Tour durch die Talkshows? Nö, nix, nada, null, niente, zip, zilch. Eröffnet noch schnell eine Kustausstellung von Kenneth Williams und verschwindet in seinen zugegebener Weise wohlverdienten Urlaub.
Weit weg.
Nach Australien.
Ohne uns.

Hat wohl doch Heimweh.

leiCa

Samstag, 7. Mai 2011

Alles andere als ein Alphamann....

Dieser Blog Eintrag ist für alle Männer, deren Partnerin Alex O’Loughlin Fan ist: Ich fühle mit euch meine Herren. Dieser verdammte Aussie, den die eigene Frau jeden Sonntag vor dem heimischen TV ansabbert hat scheinbar alles was sich das weibliche Geschlecht wünscht. Gutes Aussehen, ein markantes Kinn und die totale Alpha-Mann Ausstrahlung. Und ihr? In der heutigen Zeit ist es schwer seinen Mann zu stehen. Ich kann das nachvollziehen. Bei diesem ganzen Feminismus, den dominanten Weibern in der Glotze und dem Druck der Öffentlichkeit ein ganzer Kerl zu sein würde ich mich (gemessen dem Fall ich hätte einen Penis) auch verloren fühlen. Ihr wisst doch gar nicht mehr wo ihr hin gehören. An den Herd? Ins Büro? In die Mukibude oder zum Poetry-Slam? Und dann ergötzt sich die Freundin auch noch an einem Kerl, der aussieht als könnte er ein Haus mit eigenen Händen bauen und zeitgleich Sokrates zitieren. In so einem Fall ist guter Rat teuer…aber Gott sei Dank im Internet leicht zu finden. Ich habe euch mal ein paar Fakten zusammen gesammelt wie sich der wahre Alphamann zu verhalten hat und beweise euch dann im Umkehrschluss, dass Alex haarscharf an diesem Titel vorbei geschrammt ist. Hä?? Denkt ihr jetzt. Wieso sollte Alex kein Mega-Super-Alphamann sein? Er ist cool, lässig, würde wahrscheinlich sogar in einem Tutu noch männlich aussehen,….tja, aber er hat auch ein paar Eigenschaften die so gar nicht Alpha-mäßig rüberkommen. Mit einem unverklärten, objektiven Blick – also ein Blick den euere bessere Hälfte noch erlernen muss – ganz, ganz deutlich zu erkennen:

Als erstes möchte ich ein paar Tipps zitieren, die euch zum ultimativen Alpha Mann machen wenn ihr sie befolgt – zumindest laut dieser Website.

  • Höre auf „ähm“ oder ähnliche Platzhalter zu verwenden. Das Selbe gilt für unvollständige Sätze. Leute welche viele Lücken in ihre Sätze einbauen werden als unsicher wahrgenommen.
  • Rede niemals mit einer monoton klingenden, langweiligen Stimme, auch bekannt als Murmeln. Spiel mit verschiedenen Tonlagen herum, und arbeite an Deiner Stimme um ein Alpha zu werden.
  • Gewöhn Dir die Ticks Deiner Hände ab. Hör auf Däumchen zu drehen oder am Tisch herumzutrommeln. Frauen hassen dass, lass es also bleiben.
Und jetzt werft mal einen Blick auf dieses Interview mit Alex. Es genügen schon ein paar Sekunden um zu erkennen, dass Alex diese drei Punkte nicht erfüllt.

 Weiter gehts mit:

  • Während einem Gespräch in sein eigenes Gesicht greifen ist eine weitere Geste die du vermeiden solltest. Okay hingegen ist die Denkerpose wie man sie von Professoren oder Geschäftsführern kennt.
  • Nervöse Mimik, Zuckungen im Gesicht, Lippen lecken, die Nase rümpfen, sind weitere Dinge die Unsicherheit vermitteln. Fange damit an sie dir abzugewöhnen.
  • Sieh nicht nach unten wenn du eine Frage beantwortest, falls du schon wegschauen musst sieh zur Seite oder nach oben – dies wirkt bei weitem nicht so unsicher.
Ihr braucht bewegte Bilder die belegen, dass Alex auch hier scheitert?


Fühlt ihr euch schon besser? Guckt euch den Hans Wurst O’Loughlin doch mal an. Mal ehrlich. Und jetzt schnappt euch eure Freundin wo auch immer sie sitzen mag – wahrscheinlich vor dem PC – und beweist ihr was für ein richtiger Mann in euch steckt. Großmütig wie ihr seid, darf auch in Zukunft ein Bild von dem australischen Weichei in eurem Schlafzimmer hängen, denn wenn die Dame eures Herzens nach einem Blick auf das Poster mal wieder einem Schwächeanfall erliegt – weil sie verblendet ist, wie oben bewiesen -  könnt ihr sie sofort mit euren starken Alpha-Mann Armen auffangen…. ;)
Eure Mieze